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News: 15. bis 17. Juni 2007
100-jahreanl.jpg15. bis 17. Juni 2007
100 Jahre Bonsai Deutschland
Die große Ausstellung „100 Jahre Bonsai Deutschland“, fand vom 15. bis 17. Juni in der historischen Orangerie des Schlosses Dresden-Pillnitz statt.



Im Rahmen dieser Schau waren 85 hochklassige Zwergbäume aus dem In- und Ausland zu sehen.

Bei der 3.Internationalen Gartenbauausstellung von 1907 in Dresden wurden erstmals in Deutschland Bonsais öffentlich gezeigt. Der Umstand, dass es seit der Wende keine überregionale Bonsai-Ausstellung im Osten Deutschlands mehr gegeben hatte, ließ die Idee keimen, die hundertste Wiederkehr der Dresdner Schau mit einer großen Veranstaltung zu feiern. Das Vorhaben fand viele Unterstützer in den ostdeutschen Bonsai-Arbeitskreisen, so dass die Planung rasch konkrete Formen annahm.

Deutsche Bonsaigeschichte
Bei den Recherchen im Vorfeld der Ausstellung zeigte sich, dass der Osten Deutschland in der deutschen Bonsaigeschichte eine fundamentale Rolle gespielt hatte. Die erste öffentliche Erwähnung von Bonsai in deutscher Sprache stammt vom Thüringer Georg Meister, der am Ende des 17. Jahrhunderts Japan bereiste und später in Dresden als Hofgärtner wirkte. Die sächsische Residenzstadt sollte auch in der Folge als europäisches Gartenbauzentrum der Zucht von Zwergbäumen eng verbunden bleiben, denn die „Obstorangerie in Scherben“ war eine sächsische Spezialität.

 


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Historische Orangerie des Schlosses Dresden-Pillnitz 


Im Vorfeld der Pillnitzer Schau musste die etablierte Bonsaiszene erst davon überzeugt werden, dass sich im Osten Deutschland wieder etwas bewegte. Aber letztlich konnten Missverständnisse ausgeräumt und auch der Bonsaiclub Deutschland (BCD) zur aktiven Mitarbeit bewegt werden. So wird „100 Jahre Bonsai Deutschland“ neben heimischen Bonsaienthusiasten auch renommierten Gestaltern aus den alten Bundesländern ein Podium bieten. Für internationale Akzente sorgen zudem Aussteller aus Polen, Tschechien und Österreich.

Die „Zwergbäume der Japanesen“, wie Bonsais vor 100 Jahren genannt wurden, stießen bei der Dresdner Schau von 1907 und anderen Gartenausstellungen bis in die Zwanziger Jahre hinein zwar auf lebhaftes Interesse der Besucher, blieben aber letztlich ohne große Wirkung. Unwissenheit über Zucht und Haltung, vor allem aber die immer stärker werdende nationalistische Sicht auf andere Kulturen verhinderten auf lange Zeit, dass Bonsai in Deutschland heimisch werden konnte.
 

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Besucherschlangen vor einer der großen DDR-Bonsaiausstellungen (hier Leipzig 1988 - davon träumen Organisatoren heute nur noch)
 

Dresdner Bonsaiweg
Dies änderte sich erst im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts. Dabei verlief die deutsche Bonsaigeschichte in Ost und West völlig unterschiedlich. Der Westen hatte Zugang zu Wissen und Material des Bonsai-Mutterlandes Japan, während in der DDR wieder einmal improvisiert werden musste. Ohnehin war die Bonsaiszene zwischen Rügen und dem Vogtland zweigeteilt. Es gab konkrete Ansätze, eine staatliche Bonsaiindustrie aufzubauen. In Pirna entstand die „Forschungsstelle Bonsai“, es wurde intensiv wissenschaftlich gearbeitet mit dem Ziel, einen Devisen bringenden Wirtschaftszweig zu etablieren. Dabei setzte man notgedrungen auf eigene Ressourcen und entwickelte mit dem „Dresdner Bonsaiweg“ eine erste europäische Alternative zur bis dahin ausschließlich japanisch geprägten Bonsaiwelt.

Der normale DDR-Bonsaianer bekam davon relativ wenig mit. Er orientierte sich, soweit möglich, an westlichen Vorbildern, schloss sich einem der vielen Bonsaiarbeitskreise unter dem Mantel des Kulturbundes an und bemühte sich, mit beschränkten Mitteln, seine Bäume zu pflegen. Kuchenformen wurden zu Bonsaischalen umfunktioniert, Kneifzangen zu Spezialwerkzeug umgeschmiedet. Eine Sonderschau zur Geschichte Bonsai-Deutschlands wird in Pillnitz auch diese Aspekte der Historie beleuchten.
 

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Die Beschränkung auf Vorhandenes hatte aber auch ihre Vorteile. Die Liste der von einer Jury für Pillnitz ausgewählten Bäume zeigt, dass in Mitteldeutschland auch heute noch fast ausschließlich mit heimischem Material gearbeitet wird. Importbäume gab es früher nicht, und heute sind Kiefer, Lärche & Co. absolut gleichberechtigt.

Bei der Recherche zur Bonsaigeschichte stießen die Organisatoren auf eine solche Fülle von Material, dass es möglich wurde, ein Sonderheft „100 Jahre Bonsai Deutschland“ zu veröffentlichen. Auf 76 Seiten wird die Geschichte von Bonsai in Deutschland detailliert dargestellt, aktuelle Entwicklungen charakterisiert und die Infrastruktur von Bonsai beleuchtet.

Weitere Infos und Bestellung des Sonderheftes:
www.100-jahre-bonsai.de

 
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